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CarboLifeCycle

Relevanz für Gesellschaft und Wirtschaft:

Eine Vielzahl von Produkten wurde bereits mit Hilfe von Nanomaterialien in ihren Eigen¬schaften erheblich verbessert und Forschung und Industrie sehen auch für die Zukunft ein großes Wachstumspotenzial dieser Technologie. CNT-haltige Verbundmaterialien wie z.B. polymere Komposite unterliegen während ihrer Herstellung, Verwendung und schließlich ihrer Entsorgung physikalischer und chemischer Beanspruchung, welche das einbettende Werkstoffmaterial, die sog. Matrix, aber auch die eingebetteten CNT beeinflusst und chemisch und morphologisch verändert. Solche Veränderungen an Matrix und CNT können zu einer erhöhten Freisetzungswahrscheinlichkeit der CNT in der Umwelt führen.

Um den von der NanoKommission der Bundesregierung gestellten Ansprüchen an eine nachhaltige Entwicklung nachkommen zu können, muss eine Datengrundlage geschaffen werden, die es ermöglicht, die Sicherheit von Nanoprodukten für Mensch und Umwelt entlang des gesamten Lebenszyklus zu untersuchen.

Projektzielstellung:

Das Projekt CarboLifeCycle wird mit Hilfe definierter Versuchsbedingungen und Testsysteme Grundlagen schaffen, um zu verstehen, unter welchen Voraussetzungen, ob und in welchem Ausmaß bzw. in welcher Form CNT aus ihrer Kompositmatrix in Atmosphäre, Boden und Gewässer freigesetzt werden. Hierzu werden vorhandene Messstrategien weiterentwickelt und es wird Aufschluss über das Ausmaß und den Pfad der Exposition gewonnnen. Desweiteren werden Wechselwirkungen von CNT mit belebten und unbelebten Kompartimenten unserer Umwelt untersucht. Hierbei geht es um den Transport und die Wechselwirkungen in Böden und Gewässern und die daraus resultierende Exposition von und ihre Auswirkungen auf Organismen. Solche Effekte können sowohl akut auf Zellebene als auch als Langzeitfolgen für ganze Organismen und ihre Populationen in Erscheinung treten. Mit Hilfe radioaktiv markierter CNT, die in Komposite integriert werden, wird angestrebt, Freisetzung und Transportprozesse von CNT erstmals zu quantifizieren und umweltrelevante Konzentrationen anzugeben.


ECKDATEN
Anwendungsbereich: Gesundheit, Umwelt, Sicherheit
Start: 1. November 2010
Dauer: 3 Jahre
Gesamtprojektvolumen: 1,4 Mio. €

PROJEKTTEAM:
Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung, Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, IUTA e.V., RWTH Aachen, Bayer Technology Services GmbH

PROJEKTLEITUNG:
Prof. Dr. Andreas Schaeffer, RWTH Aachen